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  • Tenetor

„Wenn du etwas zu erzwingen versuchst, so erzeugst du das Gegenteil.“


In unseren modernen Firmen erhält man gewünschten Ergebnisse. Die Gewinne steigen, etc. Aber der Druck und der Zwang, den die Menschen in vielen Fällen spüren, besonders im Verkaufsbereich und auf vielen anderen Gebieten, wie zum Beispiel im Computerwesen, bei den Fluggesellschaften, sind so stark, dass die Ergebnisse auf Kosten der Angestellten gehen. Dies zeigt sich in Fehlzeiten wegen Krankheit, Blaumachen, geringer Arbeitsmoral, um nicht von den vielen Herzinfarkten und andere Krankheiten zu sprechen, die mit dem Druck in Zusammenhang stehen. Irgendwann werden diese Firmen erkennen müssen, dass die menschlichen Kosten, die entstehen, um diese Ergebnisse zu erreichen,zu hoch sind! Wenn sie den Kurs nicht bald ändern und ihre Prioritäten neu ordnen, könnte der Druck von innen unerträglich werden.

Das gleiche könnte man über unser Bildungssystem sagen. Es ist okay, dass es Stufen und Lehrpläne gibt, die zu erfüllen sind, aber der Druck, dem die Studenten ausgesetzt werden, ist zu groß. Dies führt dazu, dass viele sich schon sehr jung umbringen. Mit unserem aktuellen Bildungssystem erlangen die Leute Titel, aber sehr wenig Bildung. Diese Studenten werden wachsend und immer schneller ungebildet. Denn die Bildung ist nicht nur forcierend und ein Konkurrenzkampf, sondern ist auch noch veraltet. Lernende sehen sich gezwungen, sich einer Bildungsform anzupassen, die für ihr Leben irrelevant zu sein scheint.

Die Nebenwirkungen der Drogen sind natürlich ein anderes Beispiel für diesen Grundsatz. Beruhigungsmittel können uns entspannen, aber sie machen uns auch schläfrig und abhängig. Kürzlich hat man herausgefunden, dass Schlaftabletten wahrscheinlich Krebs verursachen. Alkohol, wenn auch angenehm an sich und entspannend, neigt sehr dazu, jede Art von negativen Nebenwirkungen mit sich zu bringen.

Im allgemeinen kann man die indirekten Wirkungen dieses Grundsatzes in fast allem sehen was wir tun. Ich denke niemand wird mir sehr widersprechen, wenn ich sage, dass wir alle Harmonie und Glück suchen. Aber es scheint wir suchen an den falschen Orten. Wir denken, wir erreichen es durch eine neue Arbeit, eine größere Wohnung, ein bequemeres Auto, durch den erträumten Urlaub und wir „bringen uns um“, um diese Dinge zu erlangen. Die Erfahrung zeigt, dass nach einem momentanen Genuss unseres „Traums“ Leere und Frustration folgt. Also versuchen wir diese Leere zu füllen und diese Frustration mit einer anderen Illusion zu überwinden.

Menschen, die sich keine Illusionen über äußere Dinge machen, wollen jedoch auch leichte Antworten und schnelle Ergebnisse haben. Viele Leute gehen zur Hypnose und scheinbar können sie im Stadium der Hypnose besser studieren, aber mit der Zeit zeigen sich negative Nebenwirkungen, da sie den Geist gezwungen haben, sich dieser Technik zu unterwerfen.

Andere suchen einen „Guru“ oder Führer, der ihnen den Weg in die Freiheit zeigt und am Ende sind sie noch gefesselter und unfähiger, mit dem Rest der Welt in Kontakt zu treten.

Aber das Schlimmste von allem ist, dass wir uns zwingen in einer Lebenssituation zu leben, die wir in Wirklichkeit nicht genießen. Darf ich sie ehrlich fragen: Wie viele unter ihnen sind wirklich glücklich? Wie viele unter ihnen sind wirklich zufrieden?

Ich weiß, sie haben jede Art von Rechtfertigungen für das Fehlen von wirklicher Zufriedenheit. Einige werden sagen „Ich nehme an, das Leben ist voll von Höhen und Tiefen“. Andere werden antworten, „Um zu genießen, muss man auch leiden“. Wieder andere werden sagen: „So stehen die Dinge. Man ist gefangen und kann nichts tun“. Viele glauben oder zumindest sagen sie es „Vielleicht wird es in Zukunft besser“.

Es ist erstaunlich, wie oft die Leute die gleichen 5 oder 6 Klischees zu ihrer Situation äußern! Und jeder spricht mit Überzeugung, als wäre er oder sie alleine zu dieser Schlussfolgerung gelangt! Diese Rechtfertigungen der eigenen Existenz haben sie sich aber nicht ausgedacht. Es gibt sie auf der ganzen Welt. Sie sind bereits eine geraume Zeit in Umlauf. Aber ist ihnen nie in den Sinn gekommen, dass sich ihr Leben nicht nach diesen Klischees richten muss? Vielleicht könnten sie die meiste Zeit ihres Lebens glücklich sein und einen Sinn im Leben haben?

Gut, für den Moment gilt es zu verstehen, wenn man etwas erzwingt – vielleicht eine gewisse äußere Sicherheit – unterdrückt man in Wirklichkeit eine innere Stimme, die einen auffordert seine Illusionen auszuwerten. Diese Stimme bittet darum einen Moment inne zu halten und sich selbst gut zu behandeln.

Fühlen sie sich wirklich so sicher? Äußerlich vielleicht ja, aber innerlich, herrscht dort Frieden? Sprechen wir nicht eigentlich darüber? Welchem Ziel eilen wir entgegen? Sicherlich nicht dem Tod, ich denke dorthin kommen wir schneller als wir wollen, wenn wir unsere Richtung nicht drastisch ändern. Denn niemand von uns möchte dorthin eilen. Gut, fangen wir an uns zu benehmen, als wollten wir leben. Und fangen wir an zu leben, zu lachen und zu lieben.

Wie wir schon gesagt haben, ist ein innerer Indikator für diesen Grundsatz die Empfindung des Erzwingens. Wir können dies auch innere Gewalt nennen, die in Extremfällen nach außen explodiert. Zum besseren Verständnis werden wir ein paar Übungen erarbeiten:

ÜBUNGEN:

  1. 1. Erinnern sie sich an Gelegenheiten bei denen sie ein Ziel erreicht haben, aber die Folgen waren schmerzhaft (Überprüfen sie die Situationen, in denen das Erreichen des Ziels forciert war und so ein gegenteiliges und schmerzenden Ergebnis erreicht wurde).

  1. 2. Denken sie an Gelegenheiten, bei denen ein Ziel erzwungen wurde, aber das gegenteilige Ergebnis erreicht wurde. (Bedenken sie persönliche aktuelle Situationen, die dahin gehen könnten ein unangemessenes Ergebnis zu bringen und versuchen sie die widersprüchlichen Folgen dieses Handelns zu erkennen).

  1. 3. Beobachten sie eine Situation des Forcierens, in der sich eine andere Person befindet. Erklären sie diesem Menschen diskret die Konsequenzen, die es haben könnte, wenn er sein Ziel so erreicht und auch die „Folgen“, die entstehen könnten, wenn er es nicht erreicht.

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