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  • Tenetor

„Wenn für dich Tag und Nacht, Sommer und Winter gleich gut sind, hast du die Widersprüche überwunden


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Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Geboren werden hat seine Zeit, Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, Ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; Töten hat seine Zeit, Heilen hat seine Zeit; Abbrechen hat seine Zeit, Bauen hat seine Zeit; Weinen hat seine Zeit, Klagen hat seine Zeit, Tanzen hat seine Zeit…“

Es bedeutet, nichts von dem, was Menschen tun oder erleben, hat Bestand. Nichts ist für immer. Alles ist vorübergehend, das Glück ebenso wie die Trauer. Die folgenden Verse zählen noch mehr solcher Gegensätze auf: Geboren werden und sterben, abbrechen und aufbauen, weinen und lachen, suchen und verlieren, schweigen und reden, lieben und hassen, um nur einige zu nennen.

Alles ist einem ewigen Wechsel unterworfen: »Auf Regen folgt Sonnenschein« und »Nach jeder Ebbe kommt die Flut«. Das kann in schweren Zeiten tröstlich sein. Man könnte auch sagen, nichts existiert ohne sein Gegenteil: »Kein Licht ohne Schatten.« Wer das akzeptiert, findet zu einer Art heiteren Gelassenheit. Er vergeudet keine Lebenskräfte, indem er sich nutzlos aufregt und ereifert. Er weiß, dass vieles nicht in seiner Hand liegt. Er übt sich in Geduld und bleibt aktiv und wachsam. Denn er weiß auch, dass der richtige Moment für sein Vorhaben kommen wird.

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