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  • AutorenbildTenetor

Der junge Hirte

Aktualisiert: 8. Aug. 2023


Ein junger Hirte fror jede Nacht unter seiner Decke. Es lag nicht daran, dass die Decke zu dünn oder schlecht gemacht war.

Er sagte zu sich selbst: "Seit ich ein Kind war, hat mich diese Decke vor Wind, Eis und Schnee geschützt, aber jetzt geht die Kälte durch sie hindurch. Sicher, sie hat ein paar Löcher und Risse. Aber ich könnte sie flicken. Immerhin hat sie mir als Kind gedient, und sie kann mir auch jetzt dienen." Also flickte er die Decke und nähte die Risse zu.

In der nächsten Nacht bemerkte er, dass seine Füße unbedeckt und fast erfroren waren. Er nahm die Decke und zog sie nach unten. Dadurch blieben natürlich sein Hals und seine Brust unbedeckt. Er verbrachte die ganze Nacht auf diese Weise: er deckte sich unten zu und entblößte sich oben und umgekehrt.

So sagte er sich: "Ich hatte diese Decke mein ganzes Leben lang, und als Kind hat sie mich begleitet und warm gehalten, also sollte sie mich doch auch jetzt warm halten, da ich sie so sorgfältig zurechtgemacht habe. Ich werde mich einfach zusammenrollen müssen, wenn ich schlafe."

Nach einer durchwachten Nacht war der junge Hirte erschöpft und hatte am ganzen Körper Schmerzen wegen seiner unbequemen Lage, und er dachte: „Weder ist die Decke in dieser Zeit gewachsen, noch habe ich meine kleine Größe beibehalten, so dass wir zusammenbleiben könnten."

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