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  • Tenetor

Kommentare (Silo)

Aktualisiert: 8. Jan.

(Auszug aus Kommentare zu Silos Botschaft)


Kapitel XIII stellt die „Grundsätze der Gültigen Handlung“ vor. Hier geht es darum, für jene, die ein einheitliches Leben auf der Grundlage zweier innerer Empfindungen, der Empfindung von Einheit und der von Widerspruch führen wollen, ein Verhalten im Leben zu formulieren.

Die Rechtfertigung dieser „Moral“ liegt demnach in den Empfindungen, die sie hervorruft, und nicht in besonderen Ideen oder Glaubensvorstellungen, die sich immer auf einen Ort, eine Zeit oder ein kulturelles Modell beziehen. Die Wahrnehmung der inneren Einheit, die wir betonen möchten, wird von einigen Anzeichen begleitet, die man beachten sollte: 1. dem Gefühl des inneren Wachstums, 2. der zeitlichen Fortdauer und 3. der Bekräftigung ihrer zukünftigen Wiederholung. Die Empfindung inneren Wachstums erweist sich als ein echtes und positives Anzeichen, und sie wird immer von der Erfahrung einer persönlichen Verbesserung begleitet. Was die zeitliche Fortdauer betrifft, so erlaubt sie es, in späteren Momenten und unter anderen Umständen ihre Gültigkeit zu bestätigen, sei das in auf die Handlung folgende Situationen, oder in solchen, die man sich nach der Handlung vorstellt oder in solchen, an die man sich nach der Handlung erinnert.

Wünscht man sich schließlich nach der Handlung diese zu wiederholen, so können wir sagen, dass die Empfindung innerer Einheit die Gültigkeit dieser Handlung bestätigt. Im Gegensatz hierzu können widersprüchliche Handlungen einige der drei Merkmale der einheitlichen Handlungen besitzen, oder auch keins davon, aber sie besitzen auf keinen Fall alle drei Merkmale der einheitlichen Handlungen.


Es gibt jedoch noch eine andere Art von Handlungen, die wir genau genommen weder als „gültig“ noch als „widersprüchlich“ bezeichnen können. Es sind Handlungen, die weder unsere Entwicklung behindern, noch zu beträchtlichen Verbesserungen führen. Sie können mehr oder weniger unangenehm oder angenehm sein, aber vom Gesichtspunkt ihrer Gültigkeit her tragen sie weder etwas bei, noch nehmen sie etwas weg. Diese dazwischen liegende Handlung ist die Alltagshandlung, die mechanisch-gewohnheitsmäßige Handlung, die vielleicht für das Überleben und Zusammenleben notwendig ist, die aber, was das einheitliche und widersprüchliche Handlungsmodell angeht, das wir gerade untersuchen, keine moralische Tatsache an sich darstellt. Die Grundsätze der sogenannten „gültigen Handlung“ werden wie folgt unterteilt: 1. Grundsatz der Anpassung; 2. der Wirkung und Gegenwirkung; 3. der angemessenen Handlung; 4. der Proportion; 5. der Übereinstimmung; 6. des Genusses; 7. der unmittelbaren Handlung; 8. der verstandenen Handlung; 9. der Freiheit; 10. der Solidarität; 11. der Ablehnung der Gegensätze; 12. der Ansammlung der Handlungen.


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