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  • AutorenbildTenetor

Der Bauer und der Hengst

Aktualisiert: 16. Mai 2023

Grundsatz der Gelassenhait: "Wenn für dich Tag und Nacht, Sommer und Winter gleich gut sind, hast du die Widersprüche überwunden."

Die folgende Erzählung gehört zu meinen Lieblingsgeschichten. Sie verdeutlich - zumindest für mich - wie die Anwendung dieses Gundsatzes zu innerer Gelassenheit führt.


In Deutschland lebte im letzten Jahrhundert ein Landwirt, der viele Pferde besaß. Eines davon, ein junger Hengst war sein Liebling. Dieses Tier lief eines Tages davon.

Ein Nachbar des Landwirtes hörte, was passiert war. Er lief sofort zu seinem Freund um ihm sein Beileid wegen des tragischen Ereignisses auszusprechen. Darauf antwortete der Landwirt: „Es kann etwas Schlechtes, aber es kann auch etwas Gutes dabei herauskommen.“


Am darauf folgenden Tag kam der Hengst zurück und brachte fünfzig wilde Pferde mit. Als der Nachbar dies sah, lief er freudig erregt zu dem Landwirt um ihm für einen solch schlauen Hengst zu gratulieren. Aber der Landwirt sagte: „Es kann etwas Schlechtes, aber es kann auch etwas Gutes dabei herauskommen.“


Am darauf folgenden Tag bestieg der einzige Sohn des Landwirtes eines der wilden Pferde. Das Pferd warf ihn ab und der Junge erlitt einen Beinbruch, und dies mitten in der Erntezeit. Wie immer sagte der Landwirt: „Es kann etwas Schlechtes, es kann aber auch etwas Gutes dabei herauskommen.“


Am darauf folgenden Tag kamen Soldaten auf den Bauernhof. Es war Krieg und sie suchten Rekruten. Aber sie verließen den Hof mit leeren Händen, da der Sohn ein gebrochenes Bein hatte. Der Nachbar eilte zu seinem Freund, dem Landwirt, schaute ihn an und sagte: „Ich weiss schon, es kann etwas Gutes, es kann aber auch etwas Schlechtes dabei herauskommen.“



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